Archiv für Kategorie eHealth Services

Quo vadis Telemedizin?

Obwohl das Thema „Vernetzung im Gesundheitswesen“ seit
Jahren ein Thema ist, lassen praxistaugliche Lösungen am Markt weiter auf sich
warten. Auch wenn die eGK bald flächendeckend im Einsatz sein wird, sind
Mehrwertanwendungen zur Vereinfachung der digitalen Kommunikation zwischen
Kliniken, Ärzten und Patienten in weiter Ferne.

Asklepios entwickelt mit seinen Partnern DLR, Microsoft und
Vodafone im Asklepios Future Hospital Programm die „Vernetzte Gesundheitsakte
2.0“. Der hier verfolgte Ansatz stellt den Patienten in den Mittelpunkt und
setzt bei der Realisierung in den Bereichen Datensicherheit, mobile
Verfügbarkeit und einfache, an der medizinischen Praxis ausgerichtete
Kommunikationsprozesse neue Maßstäbe.

Die Daten befinden sich in der Hoheit des Patienten, der die
Berechtigungen für den Zugriff auf seine Daten steuert. Dennoch ermöglichen es
die schlanken Kommunikationsprozesse jederzeit einen unkomplizierten Austausch
mit den am Behandlungsprozess beteiligten Kliniken, Arztpraxen und Therapeuten
seines Vertrauens.

Hier fungiert die auf Microsoft HealthVault basierende
vernetzte Gesundheitsakte 2.0 als Enabler-Technologie für ein aktives und
patientenzentriertes Gesundheitsmanagement.

Der Einsatz des Plug&Care Connectors der DLR ermöglicht
eine Plattformunabhängige Connectivity der vernetzten Gesundheitsakte 2.0 von
mobilen Messgeräten über das Smartphone des Patienten.

Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Datensicherheit wie
die Secure SIM-Karte von Vodafone werden zukünftig auch im Gesundheitswesen
eine flexiblere und gleichzeitig sichere Kommunikation ermöglichen.

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Quo vadis Telemedicine?

Although the topic of „networking in healthcare“ has been an issue for
years, practical solutions on the market are a long time in the coming. Even if
the electronic healthcard will soon be in use nationwide, value-added
applications to facilitate digital communication between hospitals, doctors and
patients are in the distant future.

The „networked/cross-linked personal health record 2.0“ has been
developed by Asklepios and its partners DLR, Microsoft and Vodafone within the
Asklepios Future Hospital Program. The approach taken here puts the patient at
the center and sets new standards in the implementation of data security,
mobile availability and easy communication processes targeted at the medical
practice.

The data is in the jurisdiction of the patient, who controls the access rights
to his data. Nevertheless it is possible - due to the slim communications
processes – to ensure an uncomplicated exchange with those involved in the
treatment process (like clinics, doctor’s offices and therapists of his
confidence) at any time.

The cross-linked personal health record 2.0, based on Microsoft’s
HealthVault, functions as “enabler-technology” for an active and
patient-centered health management.

The use of the DLR’s plug&care connector ensures a platform
independent connectivity of the cross-linked personal health record 2.0 with
mobile measuring instruments of patient’s smart phones.

New developments in the field of data security – such as the Secure SIM
card by Vodafone – will allow for more flexible and yet secure communication in
healthcare in the future.

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Die Zukunftsmacher. IT in der Medizin: E-Health spart Zeit und Wege.

 

Mediziner, die per Videokonferenz über schwierige Fälle beraten, Schwangere, die ihre Wehentätigkeit zu Hause messen können - es gibt reichlich Einsatzmöglichkeiten für IT in der Medizin. Das Problem: sie werden bislang nur wenig genutzt. Damit sich das ändert, fördert Microsoft Pilotprojekte.

Ist die Diagnose unklar, kann sie schnell per Videokonferenz mit anderen Experten diskutiert werden.

Wenn sich der Gesundheitszustand plötzlich verschlechtert, ist das immer dramatisch. Ganz besonders heikel wird es aber, wenn sich das ganze tausende Meter über der Erde abspielt. Dann kann man nur hoffen, dass zufällig ein Arzt an Bord ist. Oder aber moderne Telemedizin: Das Flugpersonal misst dann dank IT-Unterstützung den Blutdruck und macht ein EKG. Und umgehend übermitteln zugeschaltete Experten aufgrund dieser Daten eine erste Diagnose und die Notfallmaßnahmen.

Gerade für jene, die nicht mehr ganz gesund sind, macht die E-Health-Technik Hoffnung. Und die potenziellen Patienten sind auch bereit, selbst daran mitzuwirken, weiß Henrik Tesch von Microsoft: “In einer Studie waren 60 Prozent der Befragten bereit, selbst ihre Daten zu verwalten und die modernen Möglichkeiten zu nutzen, um zum eigenen Gesundheitsmanager zu werden.”

Für die meisten ist das noch Zukunftsmusik. In der Asklepios Klinik im Hamburger Stadtteil Barmbek lassen sich die Vorteile der E-Health-Technologie aber jetzt schon beobachten. Sie zählt mit ihrem Future Hospital Programm zu den Vorreitern, was den Einsatz neuster Informationstechnologie betrifft. So findet hier mit einer kooperierenden Klinik zum Beispiel regelmäßig eine Tumorkonferenz statt, in der sich Fachärzte über besonders schwierige Fälle per Video-Konferenz austauschen. “Wir müssen die Ärzte nicht mehr von A nach B fahren lassen”, erklärt Christian Hess, der Leiter des Programms. “Durch den Einsatz der IT sind sie in der Lage, sich zu sehen und gemeinsam auf die Röntgenbilder zu schauen und dann zum Wohl des Patienten gemeinsam eine abgestimmte Behandlung einzuleiten.”

Vorzeigeprojekte sollen Schule machen

Auch in anderen Ländern, etwa in Frankreich, perfektionieren Kliniken ihre IT-Lösungen, um das Know-how von Experten per Bildschirm an beliebigen Orten verfügbar zu machen. Doch die Technik muss verlässlich sein und der Datenschutz garantiert. Ein steiniger Weg auch für die deutschen Vorreiter. “Wenn man insgesamt auf das deutsche Gesundheitssystem schaut, sind wir eigentlich schon viel zu spät”, bedauert Hess. Dennoch ist der Arzt stolz darauf, zu den Pionieren zu gehören: “Da holen wir uns zwar ab und zu - technologisch gesehen - eine blutige Nase, aber den Fortschritt an sich einzuleiten, hat für uns eine enorme Bedeutung.”

Mit Pilotprojekten Nachahmer zu finden, das ist das Ziel der Initiative “Chancenrepublik Deutschland” von Microsoft. Denn wenn etwa ein mobiles CTG-Geräte zur Messung der Wehentätigkeit zu Hause Frauen bei Risikoschwangerschaften den häufigen Weg zum Arzt erspart, weckt diese Technik Lust auf mehr. “Mit diesen Vorzeigeprojekten sieht man, wo es schon Ansätze gibt in Deutschland und international, um im Bereich eHealth voranzukommen”, sagt Microsoft-Mann Tesch. Wenn IT Leben rettet, steigt auch der Druck auf die Verantwortlichen der Gesundheitsbranche, Veränderungen zu fördern, die Patienten vor allem eines machen: gesund.

 

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